Oh wie peinlich!

Es gibt Momente im Leben, da würde man sich gerne in Luft auflösen. Oder im Boden versinken. Oder aus einem Albtraum aufwachen. Kennt ihr solche Momente?

Eines meiner vielen peinlichen Erlebnisse passierte mir während der Ausbildung. Es war Hochsommer. Ich hatte verschlafen und musste schnell zur Arbeit. Es gab leider noch keine Gleitzeit.

Schnell in eine blaue Jeans und eine weiße kurzärmelige Jeansbluse geschlüpft. Leider hatte ich keinen frisch gewaschenen BH und dachte, der Jeansstoff sei sooo dick, da sieht man eh nichts durch. Dem war auch so. Der einzige Nachteil der Bluse: sie hatte statt normaler Knöpfe allerdings kleine Druckknöpfe. Ich fühlte mich nicht unwohl. Alles war gut.

Es war einer dieser besonders hektischen Tage. Mein Chef wollte in Urlaub. Ich trug einen Berg Akten in sein Zimmer. Sie waren wirklich verdammt schwer und sperrig. Er kam mir nicht entgegen oder überhaupt auf die Idee, mir zu helfen. Typisch, dachte ich.

Also ließ ich den Stapel Aktenordner auf seine Tischplatte plumpsen und dann geschah es. Während des Plumpens … also der Effekt sollte ja eigentlich auf dem lauten Geräusch liegen … verhakte sich so ein dämlicher Aktendeckel in dem Blusenteil zwischen zwei Druckknöpfen und ratsch … mit dem Niederplumpsen der Akten auf den Tisch gingen auch meine restlichen Blusendruckknöpfe auf.

Peinliche Stille. Die Röte schoss mir ins Gesicht. Schnell drehte ich mich um, schloss zitternd einen Druckknopf nach dem anderen und wollte schon die Flucht ergreifen. Da hörte ich die beruhigende Stimme meines Chefs:

„Machen Sie sich keinen Kopf. Ich habe nichts gesehen. Da war doch noch Haut darüber.“

Fazit: Diese Bluse habe ich nie wieder angezogen. Auch nicht mit was drunter. Heute kann ich darüber lachen – und Sie dürfen es auch! Lachen tut so gut. Es stärkt das Immunsystem und schüttet Glückshormone aus. Angeblich tun 2 Minuten Dauerlachen dem Körper genauso gut wie 20 Minuten Joggen. Dann lache ich lieber mal eine Runde …

 

 

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